2021, das Jahr der Anschuldigungen! Der eine, Gil Ofarim, beklagt sich über einen mutmaßlich antisemitischen Hotel-Mitarbeiter – der andere, Comedy-Legende Luke Mockridge, wird vonseiten seiner Ex des sexuellen Missbrauchs bezichtigt. Aber stimmt das eigentlich alles?
Die genauen Hintergründe zu den Anschuldigungen der beiden Stars lesen Sie mit BUNTE.de!

Wie stehts eigentlich um GIL OFARIM?
Diesen Artikel könnte man auch kurzfassen, indem es einfach heißen würde: „Er bleibt bei seiner Geschichte“ – und das fasst es zugegebenermaßen auch ganz gut zusammen. Erinnern wir uns aber ein Stück zurück, …
… Gil Ofarim, der erstmals durch seine Tätigkeit als Posterboy für die „Bravo“ bekannt wurde, war vor gut zwei Wochen zu Gast im Leipziger Hotel „The Westin“. Als er dort dann einchecken wollte, habe man ihn erst einmal für eine Weile stehen lassen und viele der anderen Gäste vorgezogen. Er, Ofarim, habe dann nachgefragt, woran es denn liege, dass er nicht an die Reihe genommen werde. Daraufhin habe ein ihm unbekannter Mann, der mutmaßlich ebenfalls im Hotel einchecken wollte, ihn dazu aufgefordert, er solle doch „seinen Stern einpacken“.
Er habe daraufhin erneut gefragt, warum er nicht bedient werde. Der Mitarbeiter des Hotels habe dann die Worte seines Vorredners wiederholt: „Pack deinen Stern ein“. Wie der Sänger darauf reagierte, darauf ging er nicht weiter ein, als er den Vorfall auf seinem Instagram-Profil öffentlich machte.
Im Video berichtet er dann mit Tränen in den Augen von dem antisemitischen Umgang in der Gaststätte, während er zugleich die Kamera seines Smartphones mehrmals auf den Eingang des Hotels wie auch auf seine Halskette mit dem Davidstern daran richtet.
Was im Anschluss folgt ist Solidarität mit dem Sänger in den sozialen Medien und ein Ermittlungsverfahren wegen Verleumdung in der Realität. Dieses hatte der beschuldigte Mitarbeiter des Hotels ins Rollen gebracht, nachdem das Video des Musikers im Netz viral ging.
Der aber ließ sich nicht sonderlich davon beeindrucken und wechselte in die Offensive, als er seinerseits auch den Mitarbeiter des „The Westin“ anzeigt. Daraus entwickelte sich ein gigantischer Medienrummel, wobei Ofarim auch von dieser Seite reichweitenstarken Beistand erhielt – zunächst auch von Deutschlands auflagenstärkster Boulevard-Zeitung aus Deutschlands größtem Krisen-Verlag, der „Bild“-Zeitung.
Doch das Blatt ist auch dafür bekannt, wie schnell es die Leute wieder fallen lässt, die es bis neulich noch hochgejubelt hatte – so auch im Fall von Gil Ofarim. So veröffentlichte „Bild“ als erstes Medium die ersten Videoaufzeichnungen aus dem Inneren des Hotels, die Fragen aufwarfen. Denn dort zu sehen war zwar ein Sänger Ofarim, aber keiner, der zum Zeitpunkt des Hotelbesuchs eine Kette mit daran angebrachtem Davidstern trug. Damit konfrontierte ihn auch die Zeitung, die wenig später eine Live-Schalte zu dem Musiker organisierte.
Gegenüber „Bild“ gab er dann an, dass er die Kette möglicherweise unter dem Shirt getragen habe, aber dass: „jeder der mich kennt, weiß, dass ich diese Kette immer trage“. Er gestand also öffentlich ein, dass er die Kette zumindest nicht sichtbar getragen hat.
Dann stellt sich jedoch auch die Frage, ob er diese denn überhaupt getragen hat? Und es stellt sich noch die Frage, wie denn ein anderer Gast die Kette gesehen haben soll, wenn dieser nach den Angaben des Sängers in „irgendeiner Ecke“ gestanden hat.
Ofarim möchte sich zu den Vorwürfen, die nun gegen ihn erhoben werden, nichts weiter sagen. Nur soviel: „Ich habe die Wahrheit gesagt“ und: „ich würde es immer wieder tun“.
Wer nun die Wahrheit sagt, das müssen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zeigen.

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