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Deshalb zielte Baldwin auf die Kamerafrau

Nach dem tödlichen Schuss des Hollywood-Stars Alec Baldwin stehen die Waffenmeisterin und der Regieassistent im Fokus der Ermittlungen.

Nach dem tödlichen Schuss des Hollywood-Stars Alec Baldwin stehen die Waffenmeisterin und der Regieassistent im Fokus der Ermittlungen.

Noch immer ist vieles unklar, was genau am Set von „Rust“ passiert ist – und warum Schauspieler Alec Baldwin mit einer Waffe, die scharfe Munition geladen hatte, beim Dreh gearbeitet und versehentlich die Kamerafrau Halyna Hutchins erschossen hat. Die Polizei hat erste Zeugenaussagen bekannt gegeben.

Darum stand Kamerafrau Hutchins in der Schusslinie

Diese Frage haben sich wahrscheinlich viele gestellt: Warum zielte Baldwin mit der Waffe auf die Kamerafrau? Regisseur Joel Souza erklärte laut einem Bericht der New York Times eidesstattlich, dass der Schauspieler genau das üben wollte: Wie muss Baldwin stehen und die Waffe halten, damit das mit der Kamera richtig gefilmt werden kann – und im Film später gut rüberkommt.

Damit ist geklärt, warum Baldwin die Waffe auf die Kamerafrau richtete. Die Frage, warum die Waffe mit scharfer Munition geladen war, ist damit aber noch nicht beantwortet. Hier konzentrieren sich die Ermittlungen vor allem auf die Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed und den Regieassistenten Dave Halls.

Die Rolle der Waffenmeisterin und des Regieassistenten

Die 24-jährige Gutierrez-Reed war während des Drehs für die Unglückswaffe verantwortlich. US-Medien zitierten am Samstag aus einem vorläufigen Untersuchungsbericht, dass sie die Waffe vorbereitet habe. Zusammen mit zwei anderen habe sie diese auf einen Wagen gelegt.

„Cold gun!“: Regieassistent hatte Baldwin die Waffe gegeben

Der erfahrene Regieassistent Halls reichte Baldwin den Berichten zufolge die Unglückswaffe während der Probe für eine Szene mit dem Hinweis, dass es sich um eine „kalte Waffe“ handele. Im Filmjargon bedeutet dies, dass sie keine scharfe Munition enthält. Halls „wusste nicht, dass die Waffe mit scharfer Munition geladen war“, heißt es im Polizeibericht.

Weiter ist unklar, wie viele Schüsse aus der Waffe abgefeuert wurden. Waffenmeisterin Gutierrez-Reed soll nach dem Vorfall eine Patronenhülse aus der Waffe entfernt und die Waffe der Polizei übergeben haben, hieß es in den Gerichtsakten.

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Regisseur Souza: keine klare Aussage zur Waffe

Der zweite Bericht zitiert Aussagen des Regisseurs, der bei dem Vorfall durch einen Schuss verletzt wurde. Souza sagte demnach, die Crew sei nach einer Mittagspause an das Set zurückgekehrt. Er selbst sei sich aber nicht sicher, ob dabei die Waffe erneut überprüft worden sei.

Weiter bestätigte der Regisseur, dass am Donnerstagmorgen eine neue Kameracrew engagiert werden musste, weil ein davor eingesetztes Team die Produktion verlassen hatte. Die Los Angeles Times hatte zuvor berichtet, dass sich Mitarbeiter am Set über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen beschwert und aus Protest die Produktion verlassen haben sollen.

Unglück am Filmset: Aufnahmen vom Notruf veröffentlicht

Auf am Samstag veröffentlichten Aufnahmen des Notrufs nach dem Unglück sagte eine Mitarbeiterin am Set: „Wir haben zwei Menschen, die versehentlich mit einer Requisitenwaffe angeschossen wurden. Wir brauchen sofort Hilfe.“ Auf die Frage, ob die Waffe mit echter Munition geladen gewesen sei, sagte sie: „Das kann ich Ihnen nicht sagen.“ Sie beschimpfte jedoch den Regieassistenten und erklärte: „Dieses Arschloch von Regieassistent, der mich beim Mittagessen angeschrien hat… Er sollte die Waffen kontrollieren, er ist verantwortlich für das, was am Set passiert.“

„Rust“-Regisseur Souza: Am Boden zerstört

Regisseur Joel Souza äußerte sich am Samstag gegenüber der Filmwebsite Deadline. Er sei „am Boden zerstört über den Verlust seiner Freundin und Kollegin“. Sie sei ein „fürsorglicher, lebendiger und unglaublich talentierter Mensch“ gewesen. Souza war am Freitag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Als die Kamerafrau getroffen wurde, stand er hinter ihr und wurde ebenfalls verletzt.

Gedenkfeier und Forderungen nach Verbot von Schusswaffen an US-Filmsets

Bei einer Gedenkfeier am Sonntagabend in Burbank bei Los Angeles haben Freunde und Kollegen Abschied genommen von der Kamerafrau Halyna Hutchins. Viele Menschen, darunter auch viele Filmschaffende, zündeten Kerzen für die 42-Jährige an.

In Hollywood werden unterdessen die Forderungen nach einem Schusswaffenverbot an Filmsets immer lauter. Eine Petition auf der Website change.org, die ein Schusswaffenverbot und bessere Arbeitsbedingungen für Filmteams forderte, wurde bis Sonntagabend von mehr als 24.000 Menschen unterzeichnet.

„Es gibt keine Entschuldigung dafür, dass so etwas im 21. Jahrhundert passiert“, heißt es in der Petition, die von dem Drehbuchautor und Regisseur Bandar Albuliwi gestartet wurde.

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